Marokkanisches Erbe

Traditionelle marokkanische Kleidung

Djellaba, Kaftan, Babouches — Kleidungsstücke, die die marokkanische Identität seit Jahrhunderten prägen. Entdecke ihre Geschichte, ihre Sinnbilder und wo es echte Stücke gibt.

Djellaba

Djellaba

Männer

In ganz Marokko

Das marokkanische Gewand schlechthin. Lang, weit und fließend, mit einer Kapuze (dem „Kob“), ist die Djellaba wie geschaffen für Marokkos Klima und Kultur. Männer wie Frauen tragen sie; kein Kleidungsstück steht mehr für marokkanische Mode. Je nach Jahreszeit und Anlass gibt es sie aus Baumwolle, Wolle oder Seide.

Materialien:Wolle, Baumwolle
Getragen zu:Alltagskleidung
Kaftan

Kaftan

Frauen

In ganz Marokko (vor allem in den Städten)

Das Glanzstück der marokkanischen Damenmode. Der Kaftan ist ein langes, fließendes Gewand, oft ärmellos oder mit eleganten Ärmeln, und gehört zu besonderen Anlässen. Anders als die alltägliche Djellaba ist er mit feiner Stickerei, kostbaren Stoffen und Zierdetails geschmückt. Man trägt ihn zu Hochzeiten, Festen und wichtigen gesellschaftlichen Anlässen.

Materialien:Seide, Satin
Getragen zu:Hochzeiten
Babouches (traditionelle Pantoffeln)

Babouches (traditionelle Pantoffeln)

Männer

In ganz Marokko

Weiche, verzierte Pantoffeln mit Ledersohle und oft hochgebogener Spitze. Babouches trägt man zu Hause, im Hammam, in der Moschee und zu festlichen Anlässen. Sie gehören zum marokkanischen Schuhwerk wie kaum etwas anderes und gibt es in unzähligen Farbkombinationen und Stickmustern.

Materialien:Leder (Kalb, Ziege, Kamel), Filz
Getragen zu:Zu Hause
Takchita

Takchita

Frauen

Marokko (modernes Festgewand)

Eine heutige Weiterentwicklung der traditionellen Kleidung: Die Takchita besteht aus zwei Lagen, einem taillierten Unterkleid (oft ärmellos und knielang) und einem aufwendigen Überkleid. Sie ist das Kleid moderner marokkanischer Feste und verbindet traditionelle Ästhetik mit zeitgenössischer Raffinesse.

Materialien:Seide, Brokat
Getragen zu:Marokkanische Hochzeiten
Marokkanisches Kopftuch und Hidschab

Marokkanisches Kopftuch und Hidschab

Frauen

In ganz Marokko

Marokkanerinnen tragen sehr unterschiedliche Kopftücher, vom praktischen Alltagstuch bis zum aufwendigen Festschleier. Die Bandbreite reicht vom schlichten Baumwolltuch bis zum reich bestickten Seidenstück mit Metallfäden. Marokkanische Kopftücher unterscheiden sich deutlich von den Formen am Golf und folgen der lokalen Tradition.

Materialien:Baumwolle, Seide
Getragen zu:Alltagskleidung
Fes (der rote Hut)

Fes (der rote Hut)

Männer

Fès, Marokko (osmanische Tradition)

Der berühmte rote, zylindrische Hut, traditionell von marokkanischen Männern getragen. Der Fes steht für marokkanisches Erbe und nationalen Stolz. Im Alltag sieht man ihn seltener als früher, zu festlichen Anlässen und Feiern bleibt er jedoch wichtig — und für das kulturelle Selbstverständnis ohnehin.

Materialien:Wollfilz, Seidenfutter
Getragen zu:Festliche Veranstaltungen
Tazeight (Berberkleid)

Tazeight (Berberkleid)

Regional

Hoher Atlas, Rif, Antiatlas

Die Berberkleidung unterscheidet sich von Region zu Region erheblich. Das Tazeight ist meist ein langes, fließendes Kleid mit fein gewebten oder gestickten Mustern, oft aus Naturfasern. Farben und Muster sind stark symbolisch aufgeladen, und jede Region hat ihre eigenen Traditionen.

Materialien:Wolle (handgewebt), Baumwolle
Getragen zu:Alltagskleidung in den Bergregionen
Marokkanische Stickerei und Gürtel (Smiya und Zarbiya)

Marokkanische Stickerei und Gürtel (Smiya und Zarbiya)

Frauen

In ganz Marokko

Zierliche Gürtel und bestickte Stücke gehören fest zur marokkanischen Kleidung. Der Smiya (Gürtel) ist oft wertvoller als das Kleid selbst, mit feiner Stickerei, Edelsteindetails und Metallarbeit. Zarbiya (bestickte Schärpen) sind zugleich praktisch und schmückend.

Materialien:Seidenfaden, Goldfaden
Getragen zu:Festkleidung