Gerichte

Herzhaftes & Streetfood

Sfenj, marokkanische Krapfen

sfenj · سفنج

“Kringel im Morgengrauen — knusprig, luftig, am Halm verkauft.”

Sfenj, marokkanische Krapfen

Die Geschichte

Sfenj sind Marokkos Krapfen — mit Hefe getriebene Teigringe, in Öl goldbraun ausgebacken, innen luftig, außen knusprig. Anders als westliche Krapfen sind sie traditionell ungesüßt (man isst sie mit Honig). In jeder marokkanischen Stadt bauen die Sfenj-Verkäufer im Morgengrauen ihre großen Ölbottiche auf, fädeln die frisch frittierten Ringe auf Schnur oder Halm und verkaufen sie heiß an alle, die zur Arbeit oder in die Moschee gehen. Der Geruch frittierender Sfenj am Morgen gehört zu den kennzeichnendsten Düften Marokkos.

Herkunft: In ganz Marokko (jüdische und muslimische Tradition)

Vorb.

15 Min. + 1 Std. gehen

Garzeit

20 min

Portionen

15 Stück

Schwierigkeit

Einfach

Zutaten

Für 15 Stück

  • Weizenmehl400 g
  • Trockenhefe7 g
  • Salz1 TL
  • Zucker1 TL
  • warmes Wasser280 ml
  • Ölzum Frittieren
  • Honig oder Zucker (nach Belieben)zum Servieren

Das Rezept

  1. 1

    Mehl, Hefe, Salz und Zucker mischen. Warmes Wasser zugeben und zu einem klebrigen, nassen Teig verrühren — er soll eher wie ein Teigbatter sein als wie Brotteig. Kein zusätzliches Mehl zugeben.

  2. 2

    Abdecken und 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat und Blasen wirft.

  3. 3

    Öl auf 175 °C erhitzen. Die Hand anfeuchten, eine Portion Teig nehmen, mit dem Daumen ein Loch in die Mitte drücken und behutsam zum Ring ziehen.

  4. 4

    In das heiße Öl gleiten lassen. 2 bis 3 Minuten je Seite tief goldbraun frittieren.

  5. 5

    Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Sofort servieren, Honig dazu.

Tipps vom Küchenchef

  • Der Teig muss sehr nass und klebrig sein — das macht das luftige, löchrige Innere aus.
  • Sfenj müssen sofort gegessen werden. Sie halten nicht. Deshalb verkauft man sie im Moment des Frittierens.

Wusstest du?

Sfenj haben tiefe Wurzeln in der jüdischen wie in der muslimischen Kultur Marokkos. Marokkanische Juden machen sie traditionell zu Chanukka, dem Lichterfest, Muslime essen sie als alltägliches Frühstück. Es ist eine der wenigen Speisen, die in Marokko die Religionsgrenze überschreiten.

Passt zu

Geschichte — Sfenj

Andalusisches und arabisches Erbe. Sein Name teilt die Wurzel mit „Schwamm“. Diese frittierten Teigringe machen die Sfenjis im Morgengrauen und fädeln sie auf Palmblätter für die Kundschaft auf dem Weg zur Arbeit.

Wo du es probierst

Aus derselben Familie